Ich singe wie der Vogel singt, / Der in den Zweigen wohnet; / Das Lied, das aus der Kehle dringt, / Ist Lohn, der reichlich lohnet.
(aus: Der Sänger, Johann Wolfgang von Goethe, Franz Schubert)

Die Jury

Prof. Thomas Quasthoff (Vorsitz)

Ausgebildet bei Charlotte Lehmann und Ernst Huber-Contwig in Hannover, startete Thomas Quasthoff seine Karriere mit Wettbewerbserfolgen wie dem Ersten Preis des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD (1988). Heute zählt er zu den international profiliertesten Lied- und Konzertsängern der bedeutendsten Musikzentren, der neben den Berliner und Wiener Philharmonikern mit vielen anderen führenden Orchestern regelmäßig auftritt und mit Dirigenten wie Abbado, Barenboim, Haitink, Jansons, Muti, Ozawa, Rattle, Rilling, Thielemann und Welser-Möst zusammenarbeitet. Liederabende führten ihn durch ganz Europa, nach Chicago, Boston und New York. Als Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon spielte er ein großes Repertoire an Liedern und Orchesterwerken ein, die mit wichtigen Preisen wie dem Diapason d’Or, dem ECHO Klassik und dreimal mit einem Grammy ausgezeichnet wurden. Seit 1996 hatte Thomas Quasthoff eine Professur an der Hochschule für Musik in Detmold inne und wechselte im Herbst 2004 an die Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin.

Pieter G. Alferink

Vor 40 Jahren gründete Pieter Alferink eine Agentur in Amsterdam, die sich bis heute auf die Vertretung und das persönliche Management von Sängern und Dirigenten konzentriert. Er organisierte Konzerte unter anderem mit Hermann Prey und Margaret Price, aber auch mit Opernsängern wie José Carreras, Luciano Pavarotti und Marilyn Horne. Darüber hinaus ermöglichte er einer neuen Liedsänger-Generation wie Barbara Bonney, Christian Oelze und auch Thomas Quasthoff ihr Holland-Debüt.
Fünf Jahre lang war Pieter Alferink Präsident der Association Européenne des Agents Artistiques. Durch seine Anregung kam die internationale Liste "Classical Music Artists" zu Stande, die erste vollständige, halbjährlich aktualisierte Online-Datenbank, die die persönlichen und lokalen Vertretungen sämtlicher klassischer Künstler weltweit registriert.
Im Mai 2009 nahm er Abschied von der Agenturszene. Heute berät Pieter Alferink Veranstalter, Opernhäuser und -studios, Festivals und Orchester sowie junge Sängerinnen und Sänger und ist Gastdozent an Musikhochschulen und Konservatorien.

Annette Dasch

Die Sopranistin Annette Dasch hat sich spätestens seit ihrem erfolgreichen Debüts an der Bayerischen Staatsoper München, der Mailänder Scala und den Salzburger Festspielen als eine der führenden deutschen Sopranistinnen etabliert.
Sie studierte u.a. an der Hochschule für Musik in München und wird auch heute noch von Josef Loibl betreut. Ihre internationale Karriere startete sie 2000 mit dem Sieg in den Wettbewerben von Barcelona und Genf. Seitdem tritt Annette Dasch an der Bayerischen Staatsoper München, der Deutschen Staatsoper Berlin, der Sächsischen Staatsoper Dresden, an der Opéra National de Paris, am Théatre des Champs-Élysées, Paris, am Théatre Royal de la Monnaie, Bruxelles oder dem New National Theatre, Tokyo sowie bei den Salzburger Festspielen, den Innsbrucker Festwochen, den Wiener Festwochen und der Styriarte, Graz auf. 
In der Spielzeit 2008/09 singt sie u.a. Konzerte mit den Wiener und Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt, Sir Simon Rattle und Seiji Ozawa, gibt Liederabende unter anderem im Wiener Konzerthaus, im Concertgebouw Amsterdam und der Schubertiade Schwarzenberg und kehrt als Elettra (Idomeneo) an die Bayerische Staatsoper München sowie als Armida zu den Salzburger Festspielen zurück. Für die kommenden Spielzeiten liegen u.a. Einladungen der Metropolitan Opera New York, des Royal Opera House Covent Garden London und der Bayreuther Festspiele vor. Annette Dasch ist Exklusivkünstlerin bei SONY BMG. Seit Herbst 2008 ist ihre CD mit Arien von Mozart auf dem Markt.

Prof. Helmut Deutsch

Helmut Deutsch wurde in Wien geboren und studierte an der dortigen Musikhochschule Klavier und Komposition sowie Musikwissenschaft an der Universität Wien. 1967 erhielt er den Kompositionspreis seiner Heimatstadt.
Bereits in seiner Studienzeit konzentrierte er sich auf die Spezialgebiete Kammermusik und Liedbegleitung. Als Partner vieler Instrumentalisten von Weltrang hat sich Helmut Deutsch in praktisch allen Formen von Kammermusik betätigt. Als Liedbegleiter war er Partner vieler der bedeutendsten Sänger unserer Zeit: Juliane Banse, Barbara Bonney, Brigitte Fassbaender, Angelika Kirchschlager, Christiane Oelze, Anne Sophie von Otter, Olaf Bär, Matthias Goerne, Jonas Kaufmann, Thomas Quasthoff, Peter Schreier und vieler anderer. Mit Hermann Prey verband ihn eine zwölfjährige intensive Zusammenarbeit. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in alle Teile der Welt und er ist ständiger Gast der wichtigsten Musikzentren und Festivals. Helmut Deutsch hat an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien unterrichtet, ist heute Professor für Liedgestaltung an der Hochschule für Musik und Theater München und gibt Interpretationskurse in Europa und Japan. Von seinen zahlreichen Aufnahmen sind viele mit Preisen ausgezeichnet worden.

Martin Engstroem

Martin Engstroem hat 1994 das „Verbier Festival & Academy“ gegründet, das er seitdem auch leitet. Dieses alljährlich im Sommer in den Schweizer Alpen stattfindende Festival gehört zu den führenden Festivals in Europa und bietet neben elitärem Kunstgenuss auch elitäre Musikausbildung. Die Academy bietet nicht nur Workshops mit großen Künstlern und renommierten Pädagogen, sondern auch eine eigene Veranstaltungsreihe und gilt als Talentschmiede für junge Künstler. Seit 2000 gibt es in Verbier ein eigenes Orchester, das „UBS Verbier Festival Orchestra“.
Bevor er nach Verbier ging, arbeitete Martin Engstroem von 1975 bis 1987 als Künstleragent. Er vertrat Künstler wie Dietrich Fischer-Dieskau, Barbara Hendricks, Jessye Norman, Birgit Nilsson, Renato Bruson, Karl Böhm, Bernhard Haitink und Giuseppe Sinopoli. Zwischen 1999 und 2005 war Martin Engstroem Vice President Artists & Repertoire bei der Deutschen Grammophon. Seit 2005 ist er Global Advisor – Artistic Planing bei IMG Artists.

Kammersängerin Prof. Dr. h.c. Brigitte Fassbaender

Brigitte Fassbaender wurde in Berlin geboren und studierte Gesang bei ihrem Vater, Kammersänger Willy Domgraf-Fassbaender. Sie debütierte an der Münchner Staatsoper und ersang sich dort im Laufe der Jahre alle bedeutenden Partien ihres Faches. Sie gastierte an allen führenden Opernhäusern der Welt und arbeitete mit den großen Dirigenten unserer Zeit. Konzert und Liedgesang nahmen im Laufe der Jahre den größeren Raum in ihrem musikalischen Schaffen ein. Über 200 Schallplatteneinspielungen liegen vor. Anfang des Jahres 1995 beendete Brigitte Fassbaender ihre Gesangskarriere, um sich ganz der Regie zu widmen, der seit 1990 ihr Hauptinteresse gilt. Sie stellt sich inzwischen mit über 40 Inszenierungen im In- und Ausland vor. Außerdem ist sie eine gefragte Gesangspädagogin und unterrichtet in Meisterkursen. Von 1995 – 1997 war sie Operndirektorin am Staatstheater Braunschweig. Seitdem ist sie als freie Regisseurin tätig, übernahm mit der Spielzeit 1999/2000 die Intendanz des Tiroler Landestheaters in Innsbruck und wurde ab 2009 mit der künstlerischen Leitung des Richard-Strauss-Festivals beauftragt.

Charles Spencer

Der Pianist Charles Spencer, geboren in Yorkshire (England), studierte bei Max Pirani an der Academy of Music in London. Schon während seines Studiums wurde er vielfach mit Preisen ausgezeichnet, unter anderem erhielt er ein Stipendium der österreichischen Regierung, mit dem er seine Studien in Wien fortsetzen konnte. Er absolvierte die Hochschule für Musik in Wien, wo er u.a. bei Walter Fleischmann studiert hat, mit Auszeichnung und gewann den Preis der österreichischen Regierung für künstlerische Verdienste.
Charles Spencer ist heute einer der gefragtesten Klavierbegleiter. Er war unter anderem mehr als 10 Jahre der ständige Konzertbegleiter von Christa Ludwig, begleitete und begleitet aber auch Sängerinnen und Sänger wie Jessye Norman, Gundula Janowitz, Marjana Lipovsek, Peter Schreier, Thomas Hampson und Thomas Quasthoff. Seit 1999 unterrichtet Charles Spencer Liedinterpretation an der „Universität für Musik und darstellende Kunst Wien“.